1. Naturwunder in Südamerika: Salar de Uyuni (Bolivien)
Sie ist die größte Salzpfanne der Erde: 10.000 Quadratkilometer weiße Einöde, die vor 10.000 Jahren entstanden ist. Dieser Ort ist so lebensfeindlich, dass es lediglich einige Flamingo-Arten schaffen, hier zu brüten. Menschen sind in dieser Wüste auf Dauer hoffnungslos verloren. Denn hier ist es mitunter auch bitterkalt, denn der Salar de Uyuni liegt im Westen Boliviens auf einer Hochebene von zirka 3.600 Metern - also höher als der höchste deutsche Berg, die Zugspitze.
Während der Regenzeit ist die Ebene teilweise mit Wasser bedeckt, was für einzigartige Fotomotive mit einem natürlichen Spiegeleffekt sorgt.
2. Naturwunder in Südamerika: Atacama Wüste (Chile)
Auf der einen Seite bilden die Anden eine derart hohe Barriere, dass sich keine Regenwolke hierhin verirrt. Auf der anderen Seite verhindert der kalte Pazifik, dass sich solche Wolken überhaupt bilden. Darum ist die Atacama heute die trockenste Wüste der Welt. Die Atacama erstreckt sich im Westen des Kontinents zwischen Peru, Bolivien und Chile.
Ein guter Ausgangspunkt für den Besuch der Wüste ist der Ort San Pedro de Atacama in Chile. Von dort aus gehen Touren zum Beispiel in das gespenstische Valle de Luna oder zu den El Taito Geysiren.
3. Naturwunder in Südamerika: Titicacasee (Peru/Bolivien)
Dreizehnmal so groß wie der Bodensee, gelegen auf einer Höhe von 3.821 Metern über dem Meeresspiegel - auch der Titicacasee geizt nicht mit Superlativen. Vielleicht diesen noch: Wegen seiner Größe findet auf ihm auch kommerzielle Schiffahrt statt. Damit ist der Titicacasee das höchste schiffbare Gewässer unseres Planeten.
Doch der Charme des Titicacasees erschließt sich nicht nur aus diesen Zahlenspielen. Auf und um ihn hat sich in einer beeindruckenden Landschaft der Anden eine alte Kultur erhalten: Das indigene Volk der Urus ist berühmt für seine künstlichen Inseln aus Schilf, die auf dem Wasser schwimmen. Auch die Häuser und Boote sind aus dem sogenannten Totora gefertigt.
Von der Hafenstadt Puno aus kann man einige dieser rund 40 schwimmenden Inseln besuchen.
4. Naturwunder in Südamerika: Torres del Paine (Chile)
Wenige Menschen, viel Wind - Patagonien im Süden des Kontinents gehört zu einem der am wenigsten besiedelten Landstriche. Die Natur ist unwirtlich und rau - aber eben auch wild und wunderschön.
Besonders hervorzuheben ist der Torres del Paine Nationalpark in Chile. "Paine" stammt aus der Sprache der hiesigen Urvölker und bedeutet "blauer Himmel". Die "Torres del Paine" sind also die "Türme des blauen Himmels". Und ja, das sind sie, wahrlich. Denn hier erheben sich steile Felszacken bis zu 2.850 Meter.
Ausflüge in den Nationalpark können zum Beispiel vom Ort Puerto Natales unternommen werden.
5. Naturwunder in Südamerika: Perito Moreno (Argentinien)
Wir bleiben noch für ein weiteres Naturwunder in Patagonien. Sicherlich kein Reiseziel für Kälteempfindliche. Denn im Durchschnitt wird es im Sommer hier gerade mal 11 Grad warm. Etwas weiter nördlich auf der argentinischen Seite Patagoniens liegt der Nationalpark Los Glaciares.
Und der ist vor allem für eines berühmt: den Perito Moreno Gletscher. Er wächst oft in den riesigen Lago Argentino-See hinein und staut ihn somit auf, bis sich die Wassermassen gewaltsam nach einiger Zeit einen Durchbruch verschaffen.
Von der Ortschaft El Calafate aus kann man zu dem Gletscher aufbrechen und ihn entweder auf einer Bootstour besichtigen oder über einen der Stege entlang seiner Kanten gehen.
6. Naturwunder in Südamerika: Salto Ángel (Venezuela)
Fast einen Kilometer stürzen sich die Wassermassen des Rio Churun in einem langen Faden von einem Tafelberg in die Tiefe. “Angel Falls” heißt dieser höchste freifallende Wasserfall der Erde. Obwohl man hier mit viel Fantasie auch Engel im sich zerstäubenden Nass erkennen kann, kommt der Name nicht von himmlischen Heerscharen, sondern von dem ganz irdischen Wiederentdecker Jimmy Angel (eigentlich gebührt diese Ehre dem Venezuelaner Ernesto Sánchez la Cruz).
Der Salto Angel liegt im Nationalpark Canaima im Osten Venezuelas.
7. Naturwunder in Südamerika: Amazonas-Regelwald
Südamerika ohne Amazonas? Undenkbar! Der Fluss, der sich quer und verästelt durch den Norden des Kontinents zieht, gilt als der wasserreichste Fluss der Welt. Und er formt zusammen mit einigen Nebenflüssen das Amazonasbecken mit seinen beeindruckenden Regenwäldern. Kurz: Der Amazonas ist das größte Naturwunder in Südamerika.
Dieser Regenwald erstreckt sich über mehrere Staaten, darunter Brasilien, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Peru und andere. Einen Einstieg in die Vielfalt des Tropenwaldes kann zum Beispiel von der Amazonas-Hauptstadt Manaus in Brasilien unternommen werden.
8. Naturwunder in Südamerika: Galapagos Inseln (Ecuador)
Auch hier betreten wir ein Welterbe der UNESCO. Die 13 Inseln im Pazifik liegen zirka 1.000 Kilometer westlich der Küste Ecuadors und bilden dort als Gruppe einen Nationalpark.
Die Inseln sind bekannt für ihre Schildkröten und viele besondere Tierarten, die es nur hier gibt. Und für den Eindruck, den sie auf einen Forscher des 19. Jahrhunderts bei dessen Besuch hinterlassen hatten. Dessen Name: Charles Darwin, einer der Urväter der Evolutionstheorie.
Das touristische Zentrum des Archipels ist der Ort Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz. Damit die Inseln nicht den Status des Welterbes verlieren, wird dem Tourismus strenge Auflagen gemacht, was die Reisen oft sehr verteuert.
Doch für die einzigartige Natur lohnt sich der Trip - neben den berühmten Schildkröten gibt es hier zum Beispiel Pinguine. Und das obwohl die Inseln am Äquator liegen. Wer gerne taucht: an den Galapagos treffen sich drei verschiedene Meeresströmungen, die für eine Artenvielfalt unter Wasser sorgen - inklusive großer Walhaie.