Wenn du nach Westaustralien reist, um dem Alltag zu entfliehen, unter den Sternen zu zelten, an menschenleeren Stränden zu relaxen, die atemberaubende Geologie zu erkunden und von den jahrtausendealten Kulturen der Ureinwohner zu lernen, bist du hier genau richtig. Wenn du erstklassige Restaurants suchst, in denen Gerichte aus aller Welt serviert werden und das Personal ebenso leidenschaftlich wie freundlich ist, wirst du auch das finden. Außerdem gibt es in Westaustralien tolle Unterkünfte, inspirierende Straßenkunst und lokale Designerläden, die jeder Großstadt in nichts nachstehen.
Da Westaustralien jedoch ein großes Reiseziel mit riesigen Entfernungen zwischen den Orten ist, die du vermutlich anschauen möchtest, lohnt es sich, deine Reise sorgfältig zu planen. Du kannst zwischen einigen Orten fliegen oder einen Bus nehmen, um die Zeit hinter dem Steuer zu minimieren, oder auch einen Geländewagen mieten, wenn du in den nördlichen Teilen des Staates unterwegs bist. Bevor du dich auf den Weg machst, haben wir jede Menge praktische Lonely Planet Tipps für Westaustralien für dich zusammengestellt.
Die coolsten Orte in Westaustralien
Westaustralien gehört zu den Reisezielen, die alle Erwartungen auf den Kopf stellen. Es handelt sich zwar um einen Bundesstaat innerhalb Australiens, der jedoch etwa zehnmal so groß wie Großbritannien ist. Drei Viertel der Bevölkerung in Westaustralien leben in der größten Stadt, Perth.
Wenn du aus Zeitgründen nur einen kürzeren Besuch planst, lohnt sich der südwestliche Teil Westaustraliens. Dort triffst du auf die Wein-, Yoga- und Surfregion Margaret River, die üppigen Urwälder von Pemberton und die Delfine von Bunbury. Du kannst die familiäre Atmosphäre bei einem Strandurlaub genießen sowie nach Denmark und Albany fahren, wo du frische Meeresfrüchte, freundliche Einheimische und entspannte Gäste vorfindest.
Die Fahrt nach Norden entlang der Coral Coast mit dem Bus, Flugzeug oder Auto ist ein kleines Abenteuer. Plane einen Zwischenstopp in Monkey Mia, etwa neun Stunden nördlich von Perth, ein, um Delfine hautnah zu erleben. Am Ningaloo Reef, etwa sechs weitere Stunden nördlich, kannst du zum Schnorcheln zwischen Korallen hinaus paddeln, mit Walhaien schwimmen und im Winter sogar Buckelwale beobachten.
Die Kalksteinsäulen in der Pinnacles-Wüste des Nambung National Park zwei Stunden von Perth entfernt sind ein prägendes Erlebnis. Die Pinnacles sehen aus wie die Kulissen einer intergalaktischen Fernsehserie und verändern im Laufe des Tages ihre Farbe.
Die vom Wasser gezeichneten Schluchten des Karijini National Park eignen sich hervorragend zum Wandern, vor allem, wenn sich die Landschaft während der Wildblumensaison im Frühjahr verwandelt.
Im Norden liegt der berühmte Badeort Broome, welcher das Tor zu den Kimberley markiert, und die Gibb River Road, eine 660 Kilometer lange Straße von Derby nach Kununurra in den Kimberley. Für die etwa 24-stündige Fahrt von Perth oder 2,5 Stunden von Broome benötigst du einen Allradantrieb. Manche Touristen fahren in der Trockenzeit mit einem normalen PKW mit Zweiradantrieb, aber das ist etwas riskant.
Die beste Reisezeit für Westaustralien
Wegen der gigantischen Größe Westaustraliens ist in Grunde genommen jede Jahreszeit eine gute Reisezeit – je nachdem, was du erleben möchtest. In Perth und Umgebung im Süden ist es im australischen Frühling (September bis Dezember) und Sommer (Januar bis März) sonnig und es geht ziemlich geschäftig zu. Eher "Nebensaison" ist der australische Herbst und Winter (in der südlichen Hemisphäre zwischen April und August). Dann ist fast alles, was du im Südwesten sehen und unternehmen kannst, geöffnet – nur vielleicht nicht unbedingt das ideale Strandwetter. Dies ist jedoch die beste Zeit, um an der Korallenküste nach Norden und in die Tropen zu fahren, denn dort ist es dann heiß und trocken, statt feucht und nass.
Anreise nach Westaustralien
Es ist nicht gerade einfach, nach Westaustralien zu gelangen. Doch obwohl die reine Flugzeit beispielsweise von Deutschland aus einmal um den halben Globus zwischen 21 und 25 Stunden dauert, lohnt sich die Reise. Wenn du nicht aus einem anderen Teil Australiens nach Westaustralien weiterreist, wirst du höchstwahrscheinlich auf dem internationalen Flughafen von Perth landen. Internationale Fluggesellschaften fliegen auch Port Hedland und Broome an. Wenn du Perth und Fremantle erkundet hast und schnell in einen anderen Teil von Westaustralien gelangen möchtest, kannst du mit Inlandsflügen den Flughafen Carnarvon für das Ningaloo Reef, Busselton für Margaret River und Broome für die Dampier-Halbinsel und die Kimberley nutzen, sowie eine Reihe anderer Städte im Outback erreichen.
Von A nach B in Westaustralien
zwischen Sydney und Perth fährt. Busse bringen dich an viele Orte, darunter die Korallenküste und das Outback, aber für die meisten Besucher Westaustraliens steht der Roadtrip im Vordergrund.
Wenn du auf unbefestigten Straßen unterwegs bist, brauchst du auf jeden Fall ein Auto mit Allradantrieb – und einen Schnellkurs im Fahren auf Sand, durch Flüsse und gegen die Sonne, während Kängurus über die Strecke springen. Wenn du dich jedoch an die Hauptstraßen hältst, kannst du die meisten Sehenswürdigkeiten und Hotspots Westaustraliens auch mit einem normalen Zweiradantrieb oder einem Wohnmobil erkunden.
Dabei solltest du dir über die riesigen Entfernungen zwischen den unterschiedlichen Zielen in Westaustralien im Klaren sein und einrechnen, dass du sehr viel Zeit hinter dem Steuer verbringen wirst. Das bedeutet natürlich, dass du ein sicheres und auch komfortables Fahrzeug brauchst und einen Plan, wie du all diese Stunden während der Fahrt sinnvoll überbrücken kannst. Am besten lädst du dir reichlich Musik, Podcasts und Hörbücher herunter, denn es wird viel Zeit vergehen, in der du auf der Autofahrt keinen Radio- oder Netzempfang hast. Ebenfalls wichtig ist, vorsichtshalber mindestens einen 5-Liter-Kanister Wasser für den Fall einer Panne dabei zu haben und bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu tanken.
Westaustraliens Favorites
Westaustralien ist so vielfältig, dass es unmöglich ist, sich für einen einzigen Lieblingsort zu entscheiden. Die einen zieht es in die uralten Wälder, andere lieben die dramatische Küste, die roten Wüsten, die Tierwelt oder die sternenklaren Nächte und die unglaublichen Geschmackserlebnisse – von üppigen Meeresfrüchten bis hin zu Noongar-Bush-Tucker. Oder eben von alldem etwas. Wenn du dich für heimische Produzenten interessierst, solltest du die üppigen Weine und die handwerklich gebrauten Biere probieren, wenn du durch Margaret River und das Swan Valley reist. Damit die Reise nicht nur aus Stunden hinterm Steuer besteht, lohnt es sich, das Fahren jeweils mit einem ausgiebigen Spaziergang abseits des Autos zu verbinden, idealerweise gefolgt von einem Bad in einem abgelegenen Wasserloch oder sogar im Meer. Die Beobachtung von wandernden Buckelwalen ist ein zusätzlicher Bonus, sie ziehen von Mai bis Dezember an der Küste vorbei.
Kosten für eine Westaustralien Reise
Australien ist kein günstiger Ort zum Reisen. Lebensmittel, Unterkunft, Mietwagen und Benzin summieren sich schnell. Du kannst dennoch Kosten sparen, wenn du dich selbst verpflegst und öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Wenn du ein Auto mietest, aber auch campen möchtest, kannst du dich nach All-in-One-Autos mit Campingsystemen oder gleich nach Wohnmobilen umsehen – am besten, wenn du diese nur für eine Strecke mieten kannst. Berücksichtige aber auch die Kosten für Campingplätze, es sei denn, du willst wild campen. Wenn du mehr als einen Kurztrip planst, kann es unter Umständen sogar kostengünstiger sein, ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen und es später wieder zu verkaufen.
Beispiele für Reisekosten:
Zimmer in einem Dorm: 30 Australische Dollar (AUD)
Zeltplatz in einem Ferienpark: 40-60 AUD
Wohnung mit Selbstverpflegung (einschließlich Airbnb): 150 AUD pro Nacht
Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel: 4-5 AUD
Kaffee 4,50: AUD
Essen Take Away: 10-15 AUD
Drei-Gänge-Menü für zwei Personen: 60-100 AUD
Bier in einer Kneipe: 8 AUD