Viele Reisende zieht es nach Thailand, Bali, auch Vietnam und Kambodscha. Weitaus weniger bereist sind die Philippinen. Das Land der über 7.500 Inseln verfügt über weiße Traumstrände mit azurblauem Wasser, unterirdische Flüsse, Höhlen, Mangrovenwälder und ein einzigartiges kulturelles Erbe. Die Inseln werden von einem malaiisch-chinesischen Völkergemisch bewohnt. Nach 400 Jahren spanischer Kolonialherrschaft überwiegt der katholische Glaube. Immer wieder trifft man auf Einheimische mit spanischen Namen, selbst in den entlegensten Dörfern. Nur im Süden des Inselstaates lebt eine muslimische Minderheit.

Immer wieder wird seitens des Auswärtigen Amts für bestimmte Inselgruppen eine Teilreisewarnung ausgerufen. Wer diese Warnungen jedoch befolgt und die Regionen ausklammert, wird mit einem Traumreiseziel belohnt. Während das Archipel lange Zeit, touristisch betrachtet, keine Chance gegen Thailand, Vietnam oder Bali hatte, sind die Philippinen für Individualreisende stark im Kommen.

Welche Philippinen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse auf deine Bucket List gehören, zeigen wir dir hier.

Hauptstadt Manila: Kolonialviertel, Slums und Wolkenkratzer

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Manila ist eine Megastadt und zählt zu den größten Städten in Asien. Makati, das urbane Zentrum, sticht markant mit seiner funkelnden Wolkenkratzersilhouette hervor. Das ist ein schöner Kontrast, aber nicht das, was uns vordergründig interessiert. Historisch interessant ist das Fort Santiago aus der Zeit der spanischen Kolonisation. Auch im kolonialen Stadtteil Intramuros kann man gemütlich schlendern. Zum Verweilen lädt der grüne Rizal Park ein. Man fühlt sich ein paar Jahrhunderte zurückversetzt, überall verkehren malerische Pferdedroschken. Ein paar Straßen weiter beginnt bereits das Chaos – mit farbenprächtigen Tuck-Tucks, die einen Höllenlärm machen und scheinbar keinen Straßenverkehrsregeln folgen.

Vulkan Taal: Atemberaubender Ausblick

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Südlich von Manila, nur etwa eineinhalb Autostunden von der Hauptstadt entfernt, liegt inmitten seines 270 Quadratkilometer großen Kratersees der 400 Meter hohe Vulkan Taal. Er ist nicht nur einer der kleinsten, sondern auch höchst lebendigen Vulkane Südostasiens. 700 Meter über Meeresniveau liegt Tagaytay City und das Hotel Taal Vista. Atemberaubend schön ist von dort die Aussicht aus sicherer Entfernung. Auf der Fahrt von Manila kann man am Straßenrand Ananas, Mangos und andere Vitaminspender des fruchtbaren Vulkanbodens kaufen.

Reisterrassen von Banaue: Imposantes Weltkulturerbe

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Eine Nachtfahrt im Bus von Manila entfernt, befinden sich im Norden von Luzon die Reisterrassen von Banaue. Die bereits vor 2.000 Jahren angelegten Terrassen gehören seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Noch heute werden sie wie damals von Hand bewirtschaftet. Von Banaue aus macht man sich mit einem Führer auf eine zwei- bis dreitägige Wanderung durch die Terrassen. Nicht nur die sagenhaften Aussichten sind beeindruckend, sondern auch Hängebrücken und Wasserfälle. Übernachtet wird in einfachen Hütten.

Tipp: Die Philippinos singen dabei gern abends am Lagerfeuer, besonders Lieder ihres Nationalrockstars Freddie Aquillar. Er betreibt in Manila eine kleine Bar mit Livemusik, die man mit etwas Glück findet.

Höhlen von Sagada: Unheimliche Felsmassive

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Weiter nördlich von Banaue, auf einer in 1.400 Metern gelegenen Hochebene, befindet sich der kleine Ort Sagada: Er ist bei Globetrottern inzwischen ein Geheimtipp. Durch Reisterrassen und Pinienwäldern wandert man zum Echo Valley. Spektakulär sind die Särge der Igorot in den Begräbnishöhlen der Karstberge und die Sumaging Cave. Auf einer Wanderung durch das riesige Höhlensystem mit schmalen Kaminen und Wasserfällen sollte man eine Stirnlampe dabei haben.

Unterwegs auf Palawan: Wilde Schönheit

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Die 40 Kilometer breite Insel Palawan zwischen dem Südchinesischen Meer und der Sulu-See bietet eine einzigartige Natur: Kilometerlange Sandstrände, Regenwälder, Lagunen, Höhlen, seltene Fauna und Flora. Fährt man von Puerto Princesa gen Norden, erreicht man den kleinen Fischerort Sabang. Im Subterranean River National Park wandert man im Regenwald über den abenteuerlichen Monkey Trail zum Fluss. Per Boot geht’s weiter durch beeindruckende Mangrovenwälder. Schließlich verschwindet der „Underground River“ im Fels. Er ist der längste befahrbare unterirdische Fluss der Welt. Per Paddelboot gleitet man durch ein enormes Höhlensystem.

Abenteuer Busreise: Farbenprächtig durchgeschüttelt

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Während in Thailand oftmals touristisch alles perfekt durchorganisiert zu sein scheint, muss man auf den Philippinen ein bisschen Geduld mitbringen – und wird dafür mit authentischen Reise-Erlebnissen belohnt. Nicht immer findet man die Bushaltestelle sofort. Der Bus fährt auch selten nach Fahrplan, sondern oft erst dann, wenn er voll ist. Diese prächtigen Vehikel transportieren Reisende, Hühner und Reissäcke gleichermaßen. Sie sind mit Marienbildern, Heiligenstatuen und farbenfroher Werbung zugepflastert und sammeln auch unterwegs die Wartenden ein.

El Nido: Kein Geheimtipp mehr

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Die außergewöhnliche Schönheit von El Nido hat sich inzwischen unter den Individualtouristen herumgesprochen. Und trotzdem lohnt es sich: Türkisblaue Lagunen, Palmenwälder und unzählige schroffe Felseninseln zeichnen El Nido aus. Per Kajak oder in kleinen Fischerbooten fährt man entlang steiler schwarzer Felswände in unglaublich türkisfarbenem Wasser. An einsamen Sandstränden kannst du baden und schnorcheln.

Mit Fuchshaien tauchen: Ein Unterwasserabenteuer

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Natürlich gibt es unter den mehr als 7.000 Inseln immer wieder Premium-Perlen. Eine davon ist der Geheimtipp Malapasqua. Über die größere Insel Cebu, die man per Flugzeug erreicht, geht es weiter im Bus nach Maya. Von dort setzen malerisch schöne Fischerboote hinüber zur Insel, die nur 2,5 Kilometer lang und einen Kilometer breit ist. Schon die umständliche Anreise gewährleistet, dass die Insel nicht gerade von Touristen überschwemmt wird. Beim Tauchen kann man dann die seltenen, etwa viereinhalb Meter langen Fuchshaie sichten.

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