Indonesien
Nationalpark Komodo in Indonesien
Eintauchen ins Paradies
basierend auf einem Text von Stephan Goldmann
Warane, Schildkröten, Mantas und endlose Strände - der Nationalpark Komodo ist wahrlich ein Paradies auf Erden. Wir zeigen seine Naturwunder.
Fällt der Name Komodo, denken viele Menschen sofort an die Warane - die riesengroßen Echsen. Doch der Nationalpark Komodo in Indonesien besteht aus vielen Inseln und kleinen Orten, die mit unglaublicher Schönheit verzaubern.
Der Nationalpark erstreckt sich zwischen zwei der Sundainseln Indonesiens, zwischen Sumbawa im Westen und Flores im Osten. Die Hafenstadt Labuan Bajo auf Flores ist der Startpunkt für die Ausflüge nach Komodo.
Hier nun einige, nicht alle, bezaubernden Flecken im Nationalpark Komodo.
1. Highlight im Nationalpark Komodo: Padar Island
Eine viertel bis eine halbe Stunde anstrengenden Aufstiegs unter der glühenden Sonne Indonesiens wird am Ende belohnt durch eine Aussicht, die ihresgleichen sucht. Denn oben auf dem Berg kann der Besucher über mehrere Buchten und Berge der Insel Padar blicken. Ein Blick für Götter!
Nach dem Abstieg beeilen sich Händler am Fuße des Berges einem eine erfrischende Kokosnuss anzubieten. Wer dann noch nicht abgekühlt ist, hüpft kurz ins Meer, ehe es weitergeht.
2. Highlight im Nationalpark Komodo: Pink Beach
Der Pink Beach ist gar nicht berühmt für seine Farbe, wie es einem der Name suggeriert. Zwar schimmert der Sand tatsächlich rötlich, weil hier die Reste vieler roter Korallen abgelagert wurden. Doch das eigentlich Sehenswerte liegt unter der Wasseroberfläche.
Nur wenige Meter vom Strand beginnt eine einzigartige Unterwasserlandschaft aus Korallen-Gärten, die von allerlei Meerestieren bewohnt ist. Farben satt, wohin man sieht.
3. Highlight im Nationalpark Komodo: Komodo
Natürlich soll Komodo mit seinen Waranen auf der Tour nicht fehlen. Als Besucher darf man nur einen kleinen Teil der Insel betreten, wo man von Rangern auf Rundwegen geführt wird. Die Guides wissen, wo die Tiere zu finden sind. Einen Sicherheitsabstand von einigen Metern sollte man stets einhalten – die Warane sind schnell, ihre Bisse giftig, und ihr Schwanzschlag heftig. Aber keine Sorge: Die Guides sorgen für Sicherheit.
Hin und wieder wird über eine teilweise Schließung von Komodo Island diskutiert, um das fragile Ökosystem zu schützen. Sollte das der Fall sein bleibt ein Besuch von Rinca – einer nahegelegenen Insel, wo die Komodo Warane ebenfalls beheimatet sind.
4. Highlight im Nationalpark Komodo: Taka Makasar
Mitten im türkisblauen Wasser erhebt sich ein sichelförmiger Strand, der Taka Makasar. An seinen Seiten liegen große von den Wellen angespülte Korallenstücke und Muscheln. Ansonsten gibt es hier keine Bäume, keine Felsen, keine Gebäude, die Schatten spenden könnten. Nur Sand und Meer.
Begibt man sich über die sichtbare Spitze hinaus, wandert man ins Wasser hinein, das hier sanft die Beine umspielt. Abkühlung im Nationalpark Komodo ist immer willkommen.
4. Highlight im Nationalpark Komodo: Manta Point
Als Manta, also "Decke", bezeichnen wir diese Tiere. Ein Name, der ihnen nicht gerecht wird - "Engel der Meere" sollten sie heißen. Wer den riesigen Rochen einmal nahe gekommen ist, wird von ihnen verzaubert sein. Ohne Hast drehen sie mit bedächtigem Flügelschlag ihre Kreise am Manta Point. Oft schweben sie, wie an einer Perlenkette aufgereiht, durch das Wasser.
Am Manta Point ist die Wahrscheinlichkeit, diese Tiere anzutreffen, sehr hoch - darum der Name. Und es reicht, hier zu schnorcheln, um sie fast berühren zu können. Aber eben nur fast. Denn Anfassen ist nicht erlaubt - zurecht.
5. Highlight im Nationalpark Komodo: Turtle City
Ähnlich wie sich am Manta Point die Rochen versammeln, leben in der Turtle City oder Turtle Bay die Schildkröten. Beim Schnorcheln lassen sich die großen Meeresechsen beim Fressen beobachten. Manche liegen auch nur faul zwischen den Korallen versteckt und dösen vor sich hin.
Die Eindrücke des Ausflugs in den Nationalpark Komodo bleiben ganz sicher - für den Rest des Lebens.
Tipps für den Nationalpark Komodo
Einen guten Überblick über Tourenangebote bekommst du im Hafen von Labuan Bajo auf der Insel Flores. Die Boote steuern dabei die Sehenswürdigkeiten an, die wir hier vorgestellt haben. Um dem Nationalpark Komodo in voller Gänze gerecht zu werden, kannst du dich auch einem mehrtägigen Ausflug mit einem Liveaboard, einem Hotel auf dem Wasser, unternehmen.
Für Taucher lohnt es sich auch, weitere Tagesausflüge zu den vielen Tauchspots zu unternehmen. Meist sind pro Tag drei Tauchgänge, Equipment und Verpflegung bei den vielen Anbietern in Labuan Bajo eingeplant.
Die Indonesier sind sich der Schätze, die im Nationalpark Komodo zu finden sind, sehr bewusst. Sie achten hier auf die Umwelt und es gibt feste Regeln für Touristen. Muscheln, Steine oder Korallenstücke dürfen keinesfalls mitgenommen werden. Spätestens am Flughafen werden etwaige Verstöße aufgedeckt.
Es reichen aber eben auch die himmlischen Bilder, die sich auf ewig in das Gedächtnis einbrennen.