Reisende belohnt Myanmar (ehemals Burma) mit einer einzigartigen und ursprünglichen asiatischen Landschaft: Im Westen öffnet sich eine wunderbare Inselwelt, im Osten erhebt sich das Shan-Hochland. Im Norden setzt der beeindruckende Berg Hkakabo Razi mit den Ausläufern des Himalayas dem Land seine Grenze, im Süden die Andamanen-See des Indischen Ozeans. Dazwischen: Urwälder und Reisfelder.

Fast 90 Prozent der Burmesen praktizieren den Buddhismus. Es verwundert also nicht, dass die schönsten Gebäude des Landes meist alte Tempel sind.Doch gerade dieser als so friedfertig bekannten Religionsgruppe wird in Myanmar vorgeworfen, Muslime zu verfolgen. Es ist sicherlich (noch) kein Tourismus-Paradies, denn zur Ruhe gekommen ist Myanmar noch immer nicht. Nach jahrzehntelanger Militärdiktatur gewöhnte sich der kleine Staat zwischen Thailand, China und Bangladesch langsam an seine neue Offenheit bevor 2021 wieder das Militär putschte und das Land ins Chaos stürzte.

Das Auswärtige Amt gibt Auskunft über die Sicherheitslage.

Doch gerade weil Myanmar – oder wie es oft noch genannt wird: Burma – touristisch noch nicht so erschlossen ist, lohnt sich eine Reise dorthin für Abenteuerlustige und Ruhesuchende. Wenn die Sicherheitslage es zulässt...

Hier einige der faszinierenden Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Myanmar.

1. Die goldene Pracht: Shwedagon Paya, Yangon

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Die goldene Pagode Shwegadon - DAS Wahrzeichen Myanmars.

Das Wahrzeichen Myanmars. Kein Wunder. Denn dieser goldene Prachtbau überblickt die größte Stadt des Landes. Außen mit rund 60 Tonnen Blattgold verziert und gekrönt mit einem 76-Karat-Diamanten an der Spitze, symbolisiert die Shwedagon-Pagode die reinen Lehren Buddhas. Dabei ist der ursprüngliche Bau vielleicht sogar älter als Buddha. 2.500 Jahre soll er schon zählen.

Shwedagon ist nicht etwa eine seelenlose Touristenattraktion. Noch heute ist sie wichtige Pilgerstätte der Gläubigen, die um das Gebäude herum Zeremonien feiern.

2. Der große Ernährer: Inle See, Shan-Staat

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Technische Perfektion: Lokaler Fischer im Inle See, Shan Staat.

Im Osten Myanmars liegt die Shan-Hochebene und darauf der Inle-See. Er bildet den Lebensmittelpunkt der dortigen Einheimischen und ernährt sie. Am Ufer des Inle-Sees stehen Pfahldörfer mit Märkten und Tempeln. Auf ihren Kanus fahren die Fischer hinaus und versenken ihre Reusen.

Auf einem Bein stehend halten sie mit dem anderen Bein das Ruder – jeder Tourist würde dabei sofort ins Wasser fallen. Doch nicht nur Fische hat der See zu bieten. Er ist auch bekannt für seine schwimmenden Felder und Gärten, die hier von der Bevölkerung bewirtschaftet werden.

3. Die Drehscheibe für Wanderer: Hsipaw, Shan-Staat

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Ursprüngliches Landleben: Die Region Hsipaw.

Ein so schönes Land wie Myanmar lässt sich natürlich auch gut zu Fuß erkunden. Ein bekannter Ausgangspunkt für kurze und lange Wanderungen ist Hsipaw. Von hier aus führen die Wege zu kleinen, noch sehr ursprünglichen Dörfern im Umland inmitten grüner Felder und Hügel.

Doch auch der Ort Hsipaw selbst hat bereits einiges zu bieten – zum Beispiel wieder eine Vielzahl an Tempeln.

4. Stadt der Tempel: Bagan, Mandalay-Division

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Einmal diesen Ausblick genießen: Bagan, die Tempelstadt.

Hier sieht man das Land vor lauter Tempeln nicht. In der alten Königsstadt Bagan in der Mitte Myanmars stehen rund 3.000 sakrale Bauten auf einer kargen Landschaft. Meist aus Ziegelstein errichtet, stammen die Tempel aus dem 12. und 13. Jahrhundert nach Christus.

Man kann es sich zur Lebensaufgabe machen, sie alle zu besuchen. Doch es gibt noch eine besser Art, die Tempel zu besichtigen: von oben, mit dem Heißluftballon.

5. Alte Hauptstadt: Mawlamyaing, Mon-Staat

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Betrieb auf den Straßen vor der Moschee in Mawlamyine.

Hier hatten die britischen Kolonialherren einst ihren Regierungssitz: Mawlamyaing, damals noch Moulmein, ist heute drittgrößte Stadt Myanmars mit rund 300.000 Einwohnern. Die Straßen sind noch immer gesäumt von kolonialen Bauten und genau das macht den Charme des Ortes aus.

Auch als Ausgangspunkt eignet sich Mawlamyaing. Denn rund um die Stadt gibt es Höhlen, tropische Inseln und die einzigartige Mon-Kultur zu entdecken.

6. Zeitreise: Pyin U Lwin, Mandalay-Division

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Koloniale Bauten in Lyin u Lwin.

Während der Kolonialzeit war sie eine der wichtigen britischen Städte, damals noch unter dem Namen Maymo. Und irgendwie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Noch heute beherrschen die britischen Kolonialhäuser das Stadtbild. Statt hupender Taxis fahren hier bunte Kutschen. Neben vielen guten Restaurants lädt der botanische Garten dazu ein, zu verweilen. Pyin U Lwin ist die ruhige Insel im reißenden Strom der Zeit.

7. Inselparadies: Mergui-Archipel

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Paradiesisch schön: Das Mergui Archipel im Süd-Westen.

Es ist nicht leicht, hier in den Westen Myanmars zu gelangen und eine Unterkunft zu finden. Doch wer es schafft, den erwarten im Mergui-Archipel 800 größere und zahllose kleinere Inseln, viele davon mit unberührten, traumhaften Sandstränden. Und für Unterwasserfreunde gibt es auch einige großartige Tauchspots.

Dass es hier so einsam ist, hat Gründe. Die Inselwelt wurde nämlich erst 1997 erstmals für Touristen geöffnet. Auch heute muss der Besucher Einreisegebühren zahlen. Startpunkt ist der südlichste Ort Myanmars, Kawthaung.

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