Ecuador
Galapagos Inseln für Anfänger
Tipps für die erste Reise
Übersetzung: Ines Wagner, überarbeitet von Digital Redaktion
Einmal auf die ecuadorianischen Galapagos Inseln reisen und die geheimnisvolle Tierwelt beobachten, steht auf der Bucket List vieler. Mit diesen Tipps gelingt die Planung für deine erste Galapagos Reise.
Natürlich kommen die meisten Besucher wegen der einzigartigen Tierbeobachtungen zu den Galapagos Inseln. Die Tierwelt steht für den Tourismus dieser zu Ecuador gehörenden Inselgruppe fraglos im Vordergrund. Aber der Archipel hat mit dem Galapagos-Nationalpark seinen Besuchern noch viel mehr zu bieten: eine einzigartige, wilde Kulisse. Bereits seit 1968 umfasst das Schutzgebiet und UNESCO Welterbe auf dem 130 Inseln umfassenden vulkanischen Archipel 97 Prozent der Fläche. Sanfter Tourismus wird auf den restlichen drei Prozent großgeschrieben.
Wer eine Reise zu diesem fernen, lockenden Ziel vorhat, sollte sich für eine sorgfältige Reiseplanung etwas Zeit nehmen. Mit diesen Tipps sind die Hürden leicht zu nehmen.
Vom Adrenalinschub beim Schnorcheln, Angesicht zu Angesicht mit Riffhaien, bis hin zum Naturwunder der Paarungstänze blaufüßiger Tölpel im Sand erleben die Besucher aus erster Hand, wie Einheimische hier im Einklang mit den Wildtieren leben. Das Archipel ist Heimat der seltensten und vielfältigsten Arten der Welt und gilt als Erkenntnisort für Darwins Evolutionstheorie.
Die Zeit scheint stillzustehen, während Tiere die wahren Bewohner der Inseln sind und Menschen lediglich stille Beobachter. Die Stimmung erinnert an den Garten Eden. Die Besucher freuen sich über enge Begegnungen mit der Tierwelt. Da es keine natürlichen Feinde oder Raubtiere gibt, leben die Tiere furchtlos wie in Abrahams Schoß.
Ausrüstung für die Galapagos Inseln
Von den zerklüfteten, pechschwarzen Lavafeldern der Insel Santiago bis zu den puderweichen Stränden der Mosquera Islet zeigt sich die Landschaft auf den Galápagos Inseln sehr unterschiedlich. Daher ist gutes und angemessenes Schuhwerk ziemlich wichtig. Für nasse Landungen im Flachwasser sind robuste, wasserdichte Sandalen empfehlenswert. Leichte Lauf- oder Wanderschuhe bieten den richtigen Halt und Schutz vor den schroffen und felsigen Böden auf dem Land.
Das Wetter aus den Galapagos Inseln ist im Laufe des Tages oftmals unbeständig. Auf warmes, feuchtes Klima sollte man sich in jedem Fall einstellen. Während die Temperaturen normalerweise nicht tropisch sind, gehören ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und ein Sonnenhut mit Nackenschutz unbedingt zur Ausrüstung. Die Nähe zum Äquator ist dafür verantwortlich, dass man sich selbst an bewölkten Tagen schnell einen Sonnenbrand oder sogar Sonnenstich holen kann.
Wer sich ein paar Tage zwischen den Inseln des Archipels mit einem Expeditionsboot oder Kreuzfahrtschiff bewegt, sollte einer eventuellen Reisekrankheit mit entsprechenden Mitteln aus der Apotheke vorbeugen oder gegensteuern. Ein kleines Erste-Hilfe-Set mit wichtigen Medikamenten gehört ebenfalls ins Gepäck. Auch ein gutes Insektenschutzmittel ist wichtig, insbesondere bei Ausflügen ins Inselinnere.
Shorts und T-Shirts reichen an den meisten Tagen aus. Einen leichten Regenmantel und einen Pullover dabeizuhaben, bietet an feuchteren Tagen und in kühleren Morgenstunden einen gewissen Komfort. Es lohnt sich auch, genügend Badebekleidung zum Wechseln einzupacken. Weil die Nachtluft oft feucht ist, trocknen die Badesachen möglicherweise nicht richtig bis zum nächsten Morgen. Wer zum Fotografieren kommt, sollte unbedingt genügend Batterien oder Akkus als Puffer dabei haben, um die atemberaubende Landschaft, Flora und Fauna auf den Inseln einzufangen. Die meisten Arten sind nur auf den Galapagos Inseln zu Hause und daher einzigartig.
Anreise auf die Galapagos Inseln
Auf dem Weg zu den Galapagos Inseln stehen zwei Städte für Zwischenstopps vom Festland Ecuadors zur Auswahl: Quito oder Guayaquil.
Es gibt zwei große Flughäfen auf den Galapagos Inseln: den Flughafen Seymour (der die Insel Baltra bedient) und San Cristobal (auf der Insel Cristobal). Der Ankunfts- und Abflughafen sollte entsprechend der Unterkunft beziehungsweise des Startpunktes vom Schiff gewählt werden.
Vor dem Betreten des für Touristen zugänglichen Gebietes auf dem Archipel müssen die Besucher eine obligatorische Parkgebühr in Höhe von 200 US-Dollar pro Person zahlen. Da die Gesamtzahl der Touristen auf den Galapagos Inseln von Jahr zu Jahr wächst, werden von den Parkbetreibern strenge Maßnahmen erlassen, damit das Ökogleichgewicht erhalten bleibt und Overtourism vermieden wird.
Übernachten auf den Galapagos Inseln
Wasserliebende Besucher entscheiden sich oft für einen Aufenthalt an Bord eines Kreuzfahrschiffes oder auf einer der umweltfreundlichen Yachten. Auch die Zahl der Lodges und Unterkünfte an Land ist in den letzten Jahren gewachsen. Viele von ihnen werden ökologisch betrieben. Während die Schiffe noch immer die beliebtere Wahl darstellen, bietet ein Aufenthalt an Land die Möglichkeit, in die lokale Kultur einzutauchen und die Einheimischen kennenzulernen. Die Tierwelt auf dem Land lässt sich von den Lodges aus intensiver erleben. Auch der Schlaf ist erholsamer - ideal vor allem für Reisende, die anfällig für die Seekrankheit sind.
Für ein gemäßigtes Budget an Land bietet der Ort Puerto Ayora Unterkünfte im Hostelstil. Tagesausflüge und Touren zu Sehenswürdigkeiten auf den Inseln müssen jedoch separat gebucht werden. Die luxuriöse Pikaia Lodge in Santa Cruz befindet sich im Herzen eines privaten Schildkrötenreservats am Rande eines erloschenen Vulkankraters mit Blick auf mehrere Hektar endemische Scalesia-Bäume. Jeder Winkel der Lodge erinnert an Darwin, dessen Evolutionstheorie auf seinem Besuch auf den Galapagos Inseln fußt.
Wildtier-Abenteuer auf den Galapagos Inseln erleben
Die Inseln dürfen nur unter Führung eines zertifizierten Reiseleiters erkundet werden. Dieser Service ist jeweils Teil des Paketes der Schiffe oder Hotels. Tierbeobachtungen vom Meer aus sind ein Muss, aber die Inseln bieten auch Abenteuer jenseits des Wassers. Wer die riesigen Galapagos-Schildkröten in freier Wildbahn sehen möchte, besucht das El Chato-Schildkrötenreservat auf Santa Rosa. Von dort aus lässt sich auch die unterirdische Welt der Inseln erkunden: ein System von Höhlen aus Lavagestein. Die Academy Bay ist unbedingt einen Besuch wert. Dort kommt man beispielsweise mit den Einheimischen auf dem Fischmarkt ins Gespräch.
Auch ein Bummel durch die Kunsthandwerksläden lohnt sich. Dort kann man verschiedene Kakao-Leckereien und Kaffeebohnen aus lokalem Anbau probieren sowie handgemachten Lavaschmuck kaufen. Wer weiter wandert zur Tortuga Bay, wird fasziniert die schwarzen Meeresleguane beobachten, die sich dort am weißen Sandstrand sonnen. In der hinter Mangrovenwäldern versteckten Bucht von Playa Mansa kann man beim Kajakfahren Meeresschildkröten und sogar Haien begegnen, die im Wasser ihre Bahnen ziehen.