1. Thailand Erlebnis: Buddha beim Schlafen zuschauen (Wat Pho, Bangkok)
Wenn Buddha sich lang macht, dann braucht er Platz: Die vergoldete Statue des liegenden Buddha im Wat Pho erstreckt sich über 46 Meter. Durch die aufgestützte Haltung erreicht sie immerhin noch 15 Meter Höhe - ein liegender Riese also, mitten im Herzen der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Fairerweise sei zu sagen: Es gibt noch weitere liegende Buddhas in Thailand, die teils sogar größer sind. Dennoch gehört die Statue zu den Top-Sehenswürdigkeiten des Landes.
Zumal es im Tempel noch mehr zu sehen gibt: etliche weitere Buddhastatuen, sitzend oder stehend; außerdem die Wandinschriften, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.
Der offizielle Tempelname lautet übrigens: Wat Phra Chettuphon Wimon Mangkhalaram Ratchaworamahawihan. Das Volk sagt dennoch Wat Pho. Ist eben kürzer.
2. Thailand Erlebnis: Am Flaschenstrand chillen (Bottle Beach, Koh Phangan)
Koh Phangan, im Golf von Thailand gelegen, ist weit mehr als nur eine Partyinsel. Abseits der bekannten Full-Moon-Feiern offenbart sie eine ruhigere, ursprüngliche Seite. Besonders im Norden der Insel wird das deutlich: In einer geschützten Bucht liegt der Haad Khuat, besser bekannt als Bottle Beach – ein Ort, der nur per Long Boat oder über einen schmalen Pfad erreichbar ist. Genau diese Abgeschiedenheit macht seinen Reiz aus.
Hier reicht dichter, grüner Dschungel bis an den feinen, weißen Sandstrand. Die ikonischen Long Boats dümpeln sanft am Ufer, das türkisfarbene Meer lädt zum Schwimmen und Abschalten ein. Ohne Straßenlärm oder große Hotels wirkt der Strand wie ein vergessener Fleck auf der Landkarte – ein perfektes Thailand Erlebnis, um die Seele baumeln zu lassen und in der tropischen Ruhe neue Energie zu tanken.
3. Thailand Erlebnis: Über die Brücke des Todes gehen (Kwai Fluss)
Eigentlich ist es nur eine Brücke über einen Fluss. Niedrig, nicht besonders schön und von Dschungel umgeben. Es ist ihre Geschichte, die diese Brücke berühmt macht: Sie wurde von westlichen Kriegsgefangenen erbaut und deren Leid wurde durch den berühmten Roman und dessen Verfilmung "Die Brücke am Kwai" weltbekannt.
Die Japaner wollten zwischen dem Golf von Thailand und der östlichen Andaman See eine Eisenbahnverbindung schaffen, um das damals noch britische Indien anzugreifen. Dabei mussten sie den Fluss Mae Nam Mae Klong überwinden. Als Zwangsarbeiter setzten sie gefangene Soldaten ein, die zwei Brücken hier errichteten: eine aus Holz, eine aus Stahl. Eine der beiden konnte trotz Luftangriffen fast immer benutzt werden.
Die Holzbrücke überlebte den Krieg nicht. Von der Stahlbrücke sind immerhin noch die alten Bögen erhalten, der Rest wurde erneuert. Ein Kriegs-Museum erklärt Besuchern, was es mit der "Todesbahn" hier auf sich hatte und es gibt auch Führungen über das Bauwerk. Der Fluss wurde übrigens später umbenannt, um mit dem Roman übereinzustimmen.
4. Thailand Erlebnis: Wilde Elefanten suchen (Kui Buri Nationalpark)
Im äußersten Westen der Provinz Prachuap Khiri Khan in der Nähe der Stadt Hua Hin liegt der Kui Buri Nationalpark, einer der besten Orte in Thailand, um wilde Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Statt durch Zoogehege zu schlendern oder eine der umstrittenen "Elefanten-Auffangstationen" zu besuchen, fährt man hier in einem offenen Geländewagen durch sanfte Hügel und offene Graslandschaften, begleitet von erfahrenen Rangern, die jeden Busch im Blick haben.
Mit etwas Glück zeigen sich die grauen Riesen am späten Nachmittag, wenn sie aus dem Wald treten, um an Wasserstellen zu trinken oder in kleinen Gruppen über die Lichtungen zu ziehen. Die Stille, unterbrochen nur vom Zirpen der Insekten und dem entfernten Trompeten eines Elefanten, macht diese Begegnung zu einem intensiven Naturerlebnis – fernab vom touristischen Trubel und ganz nah dran an Thailands wilder Seele.
5. Thailand Erlebnis: Todesmutig im Verkehr mitschwimmen (Bangkok)
Über den deutschen Großstadtverkehr lächeln die Thailänder nur milde. Denn Bangkoks Straßen gehören zu den gefährlicheren Pflastern: pro Stunde kommen im Schnitt drei Menschen im Verkehrsgetümmel zu Tode. Wer also den besonderen Adrenalinrausch sucht, lässt sich von einem der Motorradtaxis mitnehmen. Die Fahrer schlängeln sich zwischen Autos durch und nehmen auch mal einen Abstecher über den Fußweg.
Wenn dann tatsächlich etwas passiert, keine Sorge: Das nächste Tuk Tuk fährt einen dann ins Krankenhaus. Natürlich wieder durch den Verkehr.
6. Thailand Erlebnis: Handeln was das Zeug hält (Chiang Mai)
Gibt’s nicht gibt’s in Chiang Mai wirklich nicht. Vor allem nicht auf dem legendären Night Market. Jeden Abend verwandeln sich mehrere Straßen im Herzen der Altstadt in ein riesiges Freiluftkaufhaus. Zwischen bunten Lichtern, Duftwolken von Gegrilltem und thailändischem Pop aus den Lautsprechern verkaufen Hunderte Händler (teils mit festen Ständen, teils als „fliegende Händler“) alles, was das Herz begehrt: Kleidung, Kunsthandwerk, Souvenirs, Streetfood – und ja, auch die berüchtigten gefälschten Markenprodukte, von „Rolex“-Uhren bis „Gucci“-Gürteln. Kaufen ist Geschmacks- und Gewissenssache.
7. Thailand Erlebnis: Schwitzen ohne Sauna (Bangkok)
In Bangkok kommt man schnell ins Schwitzen – und das ist wörtlich gemeint. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von rund 28 Grad Celsius zählt Thailands Hauptstadt zu den heißesten Metropolen der Welt. Vor allem im April, wenn das Thermometer regelmäßig auf 35 Grad klettert, fühlt sich die Stadt wie ein Backofen an. Auch in den vermeintlich „kühleren“ Monaten liegen die Höchstwerte meist um die 30 Grad.
Selbst nachts bleibt es tropisch: Die Temperaturen fallen selten unter 20 Grad, was selbst einen abendlichen Spaziergang schnell zur schweißtreibenden Angelegenheit macht. Kein Wunder also, dass das Leben hier oft erst nach Sonnenuntergang richtig erwacht – mit kühlen Getränken, Streetfood und Ventilatoren in Dauerschleife.
8. Thailand Erlebnis: Durch Jurassic Park spazieren (Khao Sok Nationalpark)
Im Süden Thailands liegt der Naturpark Khao Sok. Wer seinen Dschungel betritt, wähnt sich im Film Jurassic Park: vorbei an riesigen Kalksteingebilden erwartet man durch den Dampf bald eine Urzeitechse zu sehen. Wäre ja möglich. Khao Sok ist schließlich einer der ältesten Regenwälder der Welt.
Zwar kannst du hier keine Dinos mehr treffen, dafür aber Schlangen, Affen und die größte Blüte der Welt. Die Rafflesia kerrii bringt es auf einen Durchmesser von 80 Zentimeter - und das ganz ohne eigene Wurzeln und Blätter. Sie ist ein Parasit, der in den Wurzeln der Lianen lebt.
9. Thailand Erlebnis: Fest der neun Kaisergötter (Phuket)
Wer zartbesaitet ist, macht jetzt bitte die Augen zu und scrollt ein Stück nach unten. Denn auf dem vegetarischen Fest geht es blutig zu. Ein Widerspruch? Keineswegs: Es ist Menschenblut, das hier fließt.
Ursprünglich als "Fest der neun Kaisergötter" gefeiert, findet es überall dort statt, wo starke chinesischstämmige Gemeinden leben. So auch auf der Insel Phuket im Westen Thailands. Um ihre Körper während des Festes zu reinigen, verzichten die Teilnehmer auf Fleisch und starke Gewürze. Soweit so normal.
Doch eigentümlich für Phuket sind die Selbstkasteiungen der "Geistermedien", die in den bunten Prozessionen mitlaufen. Diese Menschen gehen über glühende Kohlen oder durchstechen ihre Wangen mit allerlei Gegenständen. Wer das sieht, dem vergeht ohnehin der Appetit auf Fleisch ... und alles andere.
10. Thailand Erlebnis: Die Wahrheit finden (Pattaya)
Wer kunstvolle Holzschnitzereien liebt, wird im Sanctuary of Truth in Pattaya staunen: Jeder Zentimeter dieses außergewöhnlichen Bauwerks ist aus Teakholz gefertigt – von den filigranen Decken bis zu den monumentalen Fassaden. Der Tempel misst 105 Meter in der Höhe und fast ebenso viel in der Länge. Trotz seiner alten Anmutung ist er ein modernes Projekt: Der Bau begann 1981 und soll voraussichtlich bis 2050 vollendet werden. Der Vorteil daran? Besucher erleben das lebendige Handwerk hautnah, wenn an neuen Elementen gefeilt wird.
Der Name „Sanctuary of Truth“ steht dabei für mehr als nur religiöse Symbolik: Der von Unternehmer Lek Viriyaphant initiierte Tempel soll als Ort dienen, an dem sich östliche Philosophie, Spiritualität und die Suche nach Wahrheit in kunstvoller Form vereinen. Die aufwendigen Schnitzereien erzählen Geschichten aus buddhistischer und hinduistischer Mythologie und spiegeln die Idee wider, dass wahre Erkenntnis durch Harmonie von Kunst, Kultur und Glauben entsteht.